Inkognito auf der Suche nach Inspiration

Morgens halb zehn in Deutschland – die Menschen gehen ihren alltäglichen Routinen nach -arbeiten, zur Schule gehen, einkaufen… oder sie sind auf der Suche nach Inspiration für potenzielle Filmcharaktere, so wie DMA-Studierenden im dritten Semester der Studienrichtung Konzeption und Regie.

Im Modul Recherche und Stoffentwicklung waren die Studierenden gemeinsam mit dem DMA-Dozenten und Filmregisseur Christian Mertens inkognito in einem Supermarkt unterwegs, um die Gewohnheiten verschiedenster Menschen zu studieren. Die Aufgabe lautete: Suche dir eine Person aus, deren Einkaufsverhalten und äußeres Auftreten du beobachtest, um Rückschlüsse auf die persönliche Lebenssituation zu ziehen. Fotos machen war verboten, Impressionen sollten die Studierenden anhand von Erinnerungen und Eindrücke festhalten.

Wozu brauchen Filmemacher solch eine Feldforschung? Der Profi weiß, dass diese wichtig ist, um die Sinne zu schärfen, Aufmerksamkeit zu schaffen und Details wahrzunehmen. Nur, wenn man das Verhalten realer Menschen beobachtet und rekonstruieren kann, ist man in der Lage, eigene Figuren zu kreieren und ihnen Authentizität zu verleihen. Das hilft nicht nur bei der Suche geeigneter Schauspieler, sondern auch bei der Auswahl der Kostüme.