Einmal Mittweida und zurück: im Gespräch mit Evita Fechner über die Präsenzphase an der Hochschule Mittweida

Evita Fechner ist 21 Jahre alt und studiert an der DMA-medienakademie in Hamburg Film und Fernsehen mit Studienrichtung Kreation/Editing/Animation. Evita, die ursprünglich aus Sachsen kommt, hat gerade die sechswöchige Präsenzphase an der Hochschule Mittweida verbracht. Diese ist Teil des Studiums an der DMA, die mit der staatlichen Hochschule Mittweida im Dezentralen Hochschulsystem kooperiert. Diese Kooperation bringt seit 2003 viele Vorteile für Studierende mit sich. Vor allem: ein praxisorientiertes Studium in Semester 1-4 am jeweiligen DMA-Standort und einen staatlichen Abschluss Bachelor of Arts nach erfolgreichem Studium. Im Gespräch berichtet Evita von ihrer Zeit in Mittweida.

Evita, du bist mit der DMA in Tonndorf eine kleine Akademie mit persönlicher Atmosphäre gewohnt. Die Hochschule Mittweida ist da ja doch eine größere Hausnummer. Wie war das für dich?
Auf jeden Fall ist das eine kleine Hausnummer größer. Es ist plötzlich etwas ungewohnt, mit 200 anderen Studenten im Hörsaal zu sitzen. Aber trotz dieser Menge hat man es geschafft, hin und wieder untereinander Freundschaften aufzubauen. Durch die Verteilung der Gebäude der Hochschule verläuft sich relativ viel. Und somit bekommt man die Größe der Hochschule Mittweida bloß während der Mittagszeit zu spüren. 

Du selbst hattest das Glück, während der Präsenzphase bei deinen Eltern wohnen zu können. Wie ging es deinen Kommilitonen bei der Wohnungssuche?
Viele haben sich bei "alten" DMAlern Rat geholt. Es gab Leute, die dann dementsprechend auch in deren alte Unterkünfte gezogen sind. Andere haben sich bei der Wohnungsgenossenschaft in Mittweida eingemietet. Und wieder andere haben einfach beschlossen, ihre Zelte in Chemnitz (20-30 Min. entfernt mit dem Auto/Zug von Mittweida) oder sogar Dresden (ca. 60 Min. mit dem Auto/Zug) aufzuschlagen. 

Mittweida – Nabel der Welt, oder? Wie hast du deine Freizeit während der Hochschulphase verbracht?
Rund um Mittweida gibt es wundervolle Landschaften. Ein Ausflug zur Burg Kriebstein oder ins Elbsandsteingebirge sind nur zwei der vielen Möglichkeiten. Natürlich kann man auch Städte wie Dresden, Leipzig, Görlitz (bekannt als Görlywood) oder sogar Prag besuchen. Diese sind voll mit historischen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten. Wenn man keine Lust auf Kultur und Natur pur hat, kann man natürlich auch einen Abstecher in den Studentenclub machen. Dort ist so gut wie immer was los. 

Gab es ein Highlight während deiner Zeit in Mittweida?
Das schönste Ereignis während der Präsenzphase war das Medienforum. Dieser Medienkongress wird von Studierenden organisiert und ist der größte dieser Art in Europa. Man kann sich Talks oder sogar Workshops mit bekannten Medienmachern anschauen. Mit etwas Glück kommt man mit dem einen oder anderen auch in Gespräch.

Wie geht es nach der Präsenzphase an der Hochschule für dich weiter?
Ab Januar habe ich hoffentlich ein 3-monatiges Praktikum in der Regie bei Rocket Beans TV. Natürlich habe ich auch schon eine Absicherung, falls das nicht funktionieren sollte. Mein Bachelorthema soll wahrscheinlich in die Richtung Frauen bzw. Feminismus in der Filmbranche mit dem Schwerpunkt auf Kamerafrauen und Regisseurinnen gehen. Vielleicht mache ich danach noch eine Dokumentation daraus. Wer weiß?! 

Liebe Evita, wir danken dir für das Gespräch und wünschen dir viel Erfolg im Praktikum und bei deiner Bachelorarbeit!