Im Gespräch mit Philip Albrecht

Dozent für Betriebswirtschaftslehre an der DMA-medienakademie in Hamburg

Philip Albrecht war bis 2006 als Fußballprofi für den FC St. Pauli aktiv. Wegen einer Sportverletzung konnte er diesen Beruf nicht mehr ausüben.

Nach der Verletzung hat er sein während der aktiven Zeit bereits begonnenes BWL-Studium an der FernUniversität in Hagen fortgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Seit März 2009 ist Philip Albrecht selbstständig in der Weiterbildungsbranche - überwiegend als Dozent für kaufmännische Themen - tätig. Mehr Infos dazu gibt es unter www.studienbegleitung.com.

Was genau unterrichten Sie an der DMA – medienakademie in Hamburg?

An der DMA - medienakademie in Hamburg unterrichte ich seit November 2011 das Modul "Betriebswirtschaft 1" mit den Teilbereichen "Grundlagen der BWL", "Buchführung und Bilanzierung" sowie "Kosten- und Leistungsrechnung".

Viele Studierende denken bei BWL an ihren Matheunterricht in der Schule. Erklären Sie uns doch mal, was BWL eigentlich ist!

BWL, also die Betriebswirtschaftslehre, beschreibt ganz allgemein erst einmal die Führung, Organisation und Steuerung eines wirtschaftlichen Betriebes. Die grundsätzliche Annahme ist dabei, dass Güter knapp sind und somit ein wirtschaftlicher Umgang mit diesen wichtig ist. Um auf Mathe zu sprechen zu kommen: Während des BWL-Studiums wurde ich schon auf die ein oder andere mathematische Probe gestellt. Das kann ich nicht leugnen. Nur darf man nicht vergessen, dass wir mit 60 Unterrichtsstunden im Modul kein BWL-Studium abdecken können. Es geht vielmehr darum, einen Überblick über das Fach zu bekommen und bestimmte Themengebiete zu vertiefen. Zur Entwarnung: an zu komplexer Mathematik ist in meinen Prüfungen noch keiner gescheitert.

Was ist für Sie das Spannende an der BWL?

Dazu muss ich eine kleine Anekdote, die meinen 7-jährigen Sohn betrifft, erzählen. Neulich kam er auf die Idee, Naschsachen zu kaufen, diese in Tütchen abzufüllen und dann wieder zu verkaufen. Da haben wir darüber diskutiert, wie viel er im Einkauf für die Naschsachen ausgeben sollte, was die Tütchen kosten dürfen, welchen Verkaufspreis er pro Tüte verlangen kann, wie er die Kunden ansprechen kann und so weiter. Das Beispiel zeigt, dass BWL im Alltag durchaus präsent ist. Nicht jeder will natürlich Naschsachen günstig einkaufen und teuer verkaufen. Aber es ist glaube ich nicht von der Hand zu weisen, dass BWL-Kenntisse im Alltag von Nutzen sein können. Ob es nun spannend ist, muss dann jeder für sich beurteilen.

Warum sind BWL-Grundlagen für die Studierenden an der DMA, die eine Zukunft in der Medienbranche anstreben, wichtig?

Wie die Anekdote meines Sohnes gezeigt hat, und wie ich bereits angedeutet habe, ist BWL für uns im Alltag allgegenwärtig. Daher schadet es aus meiner Sicht in keinster Weise, Grundlagen in diesem Fachgebiet zu erwerben. Außerdem strebt wohl ein Teil unserer Studenten auch in die berufliche Unabhängigkeit, also in die Selbstständigkeit. Spätestens dann kommt man um Kenntnisse, die die BWL betreffen, ohnehin nicht mehr herum.