Modul Medientheorie und Filmgeschichte

Die Studierenden werden im Rahmen des Moduls an Medientheorien herangeführt. Sie lernen gängige Ausdrucksweisen der wissenschaftlichen Diskussion und werden mit verschiedenen Ausprägungen von Medientheorien vertraut gemacht. Hierzu zählen Systematisierungen, wie sozialgesellschaftliche und technisch-ökonomisch orientierte Medientheorien, gleichermaßen, wie die Darstellungen einzelner Schulen (bspw. Kanadische Schule; Frankfurter Schule) und deren Beiträge zum Diskurs. Weiter wird auf die Veränderung des Medienbegriffs von der Vergangenheit bis heute eingegangen und die Brücke des Verständnisses zwischen Photographie und linearen Mediensystemen über intermediale und interaktive, bis hin zu immersiven/virtuellen Medien geschlagen. Ebenfalls Teil der Darstellungen wird der Einfluss der andauernden Medienkonvergenz, auf bestehende und neue Medientheorien, sein.

Hinsichtlich der medientheoretischen Auseinandersetzung liegt der Schwerpunkt bei quantitativen Methoden zur Evaluation von Publikum und Produkten, aber auch bei qualitativen Verfahren zur Bewertung der intendierten und der erreichten Wirkung von Kommunikationsangeboten (Zielgruppenforschung). Hierbei wird auch zwischen Einzel- und Massenmedienprodukten unterschieden. Es wird im Zuge dessen auf die Genese neuer Theorien durch Beobachtung und Beschreibung eingegangen. Im Rahmen des Moduls werden anhand ausgewählter Werke wesentliche Entwicklungen der Filmgeschichte dargestellt. Dabei wird auf Veränderungen der Werke gleichermaßen, wie auf die Genese der Genres eingegangen. Die filmischen Entwicklungen seit dem frühen 20. Jahrhundert werden stets anhand des jeweiligen politisch-gesellschaftlichen Geschehens kontextualisiert. Als entscheidende Meilensteine der Filmgeschichte werden die Übergänge von Kurz- zu Langfilm, Stumm- zu Tonfilm und vom Schwarz- Weiß- zum Farbfilm adressiert. Daneben werden stilistische und erzählerische Konventionen Teil der Befassungen sein.


Im Gespräch mit Autor, Medien- und Filmwissenschaftler Christian Maintz

Christian Maintz unterrichtet an der DMA-medienakademie in Hamburg unter anderem die Module Filmgeschichte und historische Dramaturgie im Studiengang Konzeption und Regie.

  • Der Autor, Literatur- und Medienwissenschaftler Christian Maintz unterrichtet an der DMA-medienakademie in Hamburg unter anderem die Module Filmtheorie und Filmanalyse im Studiengang Konzeption und Regie. Im Gespräch erzählt er, warum es wichtig ist, sich mit Filmgeschichte zu beschäftigen und, wieso es sich lohnt, auch mal einen Filmklassiker anzuschauen.