Modul Digitale Ergonomie und Usability

Zunächst verschaffst du dir einen Überblick über die medienspezifischen Anforderungen an die Gestaltung. Damit findest du einen Einstieg ins Thema. Einen wichtigen Aspekt stellt die Konzeption (Kommunikationskonzept und Medieneinsatz) dar. Aber auch das Storyboard, das Corporate Design und die inhaltliche Differenzierung nach zielgruppen- und medienspezifischen Text- und Bildselektionen und -redaktionen sind wichtige Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. Daneben wirst du Erkenntnisse der Mensch-Maschinen-Interaktion kennen lernen: physische und motorische Fähigkeiten, kognitive und perzeptorische Fähigkeiten, Persönlichkeit und Kultur.

Aufbauend werden Navigation, einschließlich verschiedener Konzepte, Elemente, Hierarchien und Führungslinien, und Content- und Interaktionsdesign, als Gestaltungsprinzip für die Aufbereitung und Darstellung statischer und interaktiver Inhalte sowie die gestalterische Umsetzung von Formularen und Prozessabläufen, behandelt. Der praktische Bedarf des interdisziplinären Umgangs mit bisherigem Wissen wird verdeutlicht: Beurteilen, Gestalten, Implementieren und Testen von Benutzeroberflächen erfolgt entlang unterschiedlicher Medienwissenschaftlicher Erkenntnisse.

Ausgehend vom menschlichem Kommunikations- und Wahrnehmungsverhalten werden Benutzerinteraktionen entlang der kennengelernten ergonomischen Maßgaben entworfen. Es erfolgt zudem eine diskursive Differenzierung unterschiedlicher Benutzeroberflächen und Interaktionsdesigns. Die Studierenden entwickeln ein Verständnis diese in der Folge gezielt einsetzen und bewerten zu können. Zur Erstellung und Umsetzung unterschiedlicher Benutzeroberflächen verwenden die Studierenden Tools und dem Thema entsprechende Standardsoftware. Letztlich entwickeln die Studierenden Verständnis für Anforderungen an Systementwicklungsprozesse mit Blick auf Benutzeranforderungen und können diese eigenständig organisieren. Ebenfalls behandelt wird die Anwendung der Themen auf mobile End-Geräte und private Rezeptionsbereiche sowie auf Installationen, Museen, Öffentlichkeit, Messen etc.