Vertiefungsmodul Dramaturgie

Im Vertiefungsmodul Dramaturgie beschäftigst du dich noch eingehender mit den Inhalten aus der Einführung, vertiefst und ergänzt diese.

Es beginnt mit der umfangreichen Theorie der Filmsprache im Spiel- und Dokumentarfilm. Deine bildhafte Vorstellungskraft entwickelst und förderst du durch Übungen. Du diskutierst Filmbeispiele, um die Möglichkeiten der Semiotik zu verstehen. Im Themenkomplex beschäftigst du dich mit Grundfragen von Theorie und Geschichte literarischer Werke inbesondere hinsichtlich der Wirkung auf den Zuschauer. Dabei lernst du auch Grundbegriffe der Textanalyse kennen sowie verschiedene Erzähltheorien.

Zugleich wird in den komplexen literarischen Kommunikationsprozess mit der Relationsebene Autor-Text/Werk- Leser sowie an Aspekte der Rezeptionstheorie herangeführt. Daran knüpft die Erörterung der Historie der publikumswirksamen Literatur und des seriellen Erzählens an. Zur Veranschaulichung werden als Textbeispiele Novellen und Kurzgeschichten, Trivialliteratur des 19. Jahrhunderts, als Vorläufer heutiger Bewegtbildformate aller Art herangezogen.

Es werden stetig Parallelen der historischen Textbeispiele und aktuell auftretender Medienprodukte herausgestellt. Als letzter Aspekt der historischen Betrachtung wird mittels Betrachtung von Standardwerken einen Einblick in die Dramentheorie verschafft.

An den historischen Themenkomplex schließt der Filmdramaturgische Modulabschnitt an. Sie Studierenden lernen die Konventionen der Filmdramaturgie (der filmischen Narration) kennen. Sie befassen sich mit Exposition, Kulminations- und Drehpunkten (Plot Points), Verknüpfung der Handlungen und Begebenheiten sowie linearer und nichtlinearer Kausalität und verstehen filmisches Erzählen als komplexes Zusammenspiel und Wirkungsgefüge von zahlreichen Gestaltungsmitteln wie beispielsweise Dialoggestaltung.